Schutzanzug Test 2020 – IMS

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Internationales Magazin für Sicherheit

Schutzanzug Test 2020

Das Coronavirus (COVID-19) hält seit Ende 2019 die ganze Welt in Atem. Ursprünglich aus der chinesischen Stadt Wuhan stammend, hat SARS-CoV-2 bereits Tausende von Menschenleben gefordert und zu vielen weiteren Infektionen geführt. Nicht nur China oder Asien ist betroffen, sondern auch Europa und viele andere Teile der Welt beherbergen derzeit dieses Virus.

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Das Virus wurde zunächst von Tier zu Mensch und dann von Mensch zu Mensch übertragen und muss daher mit großer Vorsicht behandelt werden, da das Infektionsrisiko als sehr hoch angesehen wird.

Schutzmaßnahmen sollten durch das Tragen von Atemschutzmasken, Schutzbrillen, Handschuhen und Schutzanzügen ergriffen werden. Auf letztere werden wir in diesem Artikel näher eingehen und die besten Schutzanzüge gegen das Coronavirus vorstellen

Welche Schutzanzüge sind erhältlich?

Jeder nach EN-943-1, EN-14605, EN ISO 13982-1 und EN ISO 13034 zertifizierte Anzug schützt gegen Viren, Bakterien und sogar teilweise gegen flüssige und gasförmige Chemikalien.

In Europa wird zwischen sechs verschiedenen Typen unterschieden. In den USA gibt es vier verschiedene Stufen, wobei die letzte Stufe, die letzten drei Typen, der europäischen Norm ähnlich sind.

Die für Europa geltende Klassifikation

  • Typ 1: gasdichte Schutzanzüge
    Vollständiger Schutz gegen hochgiftige gasförmige oder flüssige Medien, Aerosole und feste Partikel aller Art
  • Typ 1a: gasdichter Schutzanzug mit unabhängiger Atemluftversorgung
    Separates Kreislauf-Atemgerät mit zusätzlicher Druckluft, das unter dem Schutzanzug getragen wird
  • Typ 1b: gasdichter Schutzanzug mit unabhängiger Atemluftversorgung
    Separates Atemgerät mit offenem Kreislauf und zusätzlicher Druckluft, das über dem Anzug getragen wird
    Gasdichter Schutzanzug
  • Typ 1c mit Überdruck-Atemluftversorgung
    Luft wird zum Beispiel über einen Zuluftschlauch transportiert.
  • Typ 2: nicht gasdichter Schutzanzug:
    Schutz gegen Stäube, hochgiftige Flüssigkeiten und Gase, der durch die Aufrechterhaltung eines Überdrucks gewährleistet wird.
  • Typ 3: Flüssigkeitsdichte Schutzanzüge
    Vollständiger Schutz gegen flüssige Chemikalien
    Der Schutz vor Flüssigkeitsspritzern unter Druck kann während der Exposition gewährleistet werden.
  • Typ 4: Sprühdichter Schutzanzug
    Ganzkörperschutzanzug gegen flüssige, nicht unter Druck stehende Chemikalien
  • Typ 5 : Partikeldichter Anzug
    Ganzkörperanzug zum Schutz gegen in der Luft schwebende Feststoffpartikel. Auch wirksam gegen
  • Typ 6: Begrenzter Spritzdichteanzug:
    Ganzkörperanzug, der nur eine begrenzte Wirksamkeit gegen flüssige Chemikalien hat und auch nur geringen Mengen von feinem Flüssigkeitsnebel ausgesetzt werden kann.

Anwendbare Klassifizierung für die USA

  • Stufe A – höchster Schutz gegen Dämpfe, Gase, Nebel und Spritzer – umfasst Kleidung, Vollmaske mit Atemschutzgerät, spezielle Stiefel und Handschuhe.
  • Stufe B – bietet Schutz gegen Spritzer gefährlicher Chemikalien, aber nicht gegen Dampf. Sie umfasst Kleidung, Vollmaske mit Atemschutzgerät, Spezialstiefel und Handschuhe.
  • Stufe C – bietet Schutz gegen gefährliche Chemikalien. Sie umfasst Kleidung, Atemschutzmaske, Stiefel und Handschuhe. Sie bietet Schutz gegen bestimmte gefährliche Substanzen, kann aber nicht in einer sauerstoffarmen Atmosphäre verwendet werden. Nicht für chemische Notfälle
  • Stufe D – schützt nicht vor chemischer Belastung. Es wird dort eingesetzt, wo der Träger keine Möglichkeit zum direkten Kontakt mit Chemikalien hat. Es umfasst ein Paar Overalls mit chemikalienbeständigem Schuhwerk. Nicht geeignet für chemische Notfälle.

Helfen Schutzanzüge gegen das Coronavirus?

Hilfspersonen wie Ärzte und Krankenschwestern müssen bei der Behandlung von Infizierten neben einer Atemmaske auch Schutzbrille, Handschuhe und einen Schutzanzug tragen, um sich zu schützen.

Zu den allgemeinen Vorsichtsmassnahmen gehört es in vielen Teilen der Welt, nur mit Atemschutzmasken auf die Strasse zu gehen, da sich das Virus durch Tröpfcheninfektion über die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase verbreitet.

Coronavirus-Fakten

Nach aktuellen Informationen und Beobachtungen gehen Wissenschaftler davon aus, dass gut 15% aller Betroffenen einen kritischen Krankheitsverlauf haben. Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem und ältere Menschen gehören zu der am stärksten gefährdeten Gruppe.

Ein großer Teil der zu dieser Risikogruppe gehörenden Menschen landete auf der Intensivstation, weshalb man davon ausgeht, dass gerade diese Betroffenen das größte Risiko tragen, dem Virus zu erliegen.

Derzeit liegt die Sterblichkeitsrate zwischen 2% und 5%. Das klingt relativ gut, wenn man das Virus mit anderen wie z.B. Ebola vergleicht, die eine Sterblichkeitsrate von weit über 50% aufweist.

Das Knifflige an dem Virus ist, dass es sich schnell über den Globus verbreitet und damit einen großen Teil der Menschheit infiziert, aber einige Menschen zeigen keine oder sogar überhaupt keine Symptome und nehmen ganz normal am Alltag teil, da die Inkubationszeit 9-14 Tage beträgt.

So kann sich das Coronavirus leicht weiter ausbreiten und mehr Menschen erkranken lassen.

Auch wenn die Zahlen in einigen Gebieten im Vergleich zu anderen noch recht gut aussehen, muss davon ausgegangen werden, dass die Zahl der unerkannten Fälle von Infizierten weit höher ist als angenommen.

Bislang gibt es nur eine begrenzte Anzahl einheitlicher Lösungen gegen diese globale Pandemie. Die Hygienevorschriften sollten strikt eingehalten werden, doch sind derzeit keine Impfstoffe oder Medikamente gegen das Virus verfügbar oder befinden sich in der ersten Testphase. Die mit Hochdruck daran arbeitenden Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein Impfstoff erst in einem Jahr landesweit verteilt werden kann, weshalb es wichtig ist, sich bis dahin mit allen Mitteln vor einer Infektion zu schützen.

Auswahl des richtigen Schutzanzugs

Die Auswahl an verschiedenen Schutzanzügen scheint überwältigend zu sein, lässt sich aber auf einen einzigen Typ reduzieren.

Alle Schutzanzüge schützen vor dem Eindringen aller Arten von Viren, Bakterien und teilweise vor flüssigen Chemikalien. Wir empfehlen daher Schutzanzüge vom Typ 6 oder 5, da einige bereits beide Typen erfüllen.

Wichtige Faktoren, die beim Kauf eines Schutzanzugs zu berücksichtigen sind:

  1. Leistung der Barriere
  2. Qualität
  3. Kosten
  4. Benutzerfreundlichkeit
  5. Stärke

Beraterin: Den richtigen Coronavirus-Schutzanzug kaufen

Medizinische Schutzanzüge kennen wir eigentlich nur aus der Klinik und die meisten in diesem Zusammenhang wohl auch nur aus Arztserien im Fernsehen. Diese Anzüge können im Internet und eventuell in der Apotheke gekauft werden. Da der Kontakt mit isolierungsbedürftigen Personen nicht von der Öffentlichkeit beabsichtigt ist, wird der Kauf entsprechend schwierig sein.

Das Pflegepersonal hat natürlich über seinen Arbeitgeber Zugang zu Schutzanzügen. Die Schutzanzüge sollten auch im Handel mit Schutzkleidung erhältlich sein. Der Zweck der Anzüge ist jedoch sehr vielfältig: Strahlenschutz, Staubschutz, Schutz gegen Chemikalien.

Die breite Öffentlichkeit wird wahrscheinlich zuerst an Schutzkleidung aus dem Baumarkt denken, die im Prinzip auch eine Form des Schutzes sein kann.

Ein sinnvoller Einsatz von Schutzanzügen ist eigentlich nur dann angezeigt, wenn Infizierte sie tragen. Da diese Menschen aber in der Regel nicht wissen, dass sie infiziert sind und wenn sie es wissen, gehen sie nicht mehr in die Öffentlichkeit, ist auch dies nicht notwendig.

Bei der Verwendung ist darauf zu achten, dass das Material möglichst wasserabweisend (Tröpfcheninfektion) und luftundurchlässig ist. Ein Schutzanzug ist beim Aufenthalt in der Öffentlichkeit nicht notwendig und es wird auch nicht empfohlen, prophylaktisch einen Anzug zu tragen.

Keime siedeln sich darauf an und werden mitgenommen. Wenn Sie den Anzug sehr lange tragen, ist das Risiko, sich mit Keimen zu infizieren, viel höher.

Beim Anziehen des Anzugs muss darauf geachtet werden, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird, und nach dem Gebrauch muss beim Ausziehen darauf geachtet werden, dass die Außenseite nicht berührt wird, da sonst Keime auf die darunter getragene Kleidung gelangen können.

Die eingeschränkte Luftzirkulation unter dem Anzug kann zu Hitzestau und Schwitzen führen. Dies fördert die Keimbildung auf der Haut, wo bekanntlich auch ohne Coronavirus eine keimbelastete Umgebung vorherrscht. Solange dieses Milieu im Gleichgewicht ist, haben wir nichts zu befürchten. Wenn wir jedoch schwitzen, explodiert die Keimvermehrung und kann unangenehme Auswirkungen haben.

Schutzanzug anziehen

Um einen Schutzanzug wirklich zu verwenden, muss er entweder den ganzen Körper bedecken oder durch zusätzliche Ausrüstung ergänzt werden. In fast allen Fällen dringen die Chemikalien, Gase und Partikel über die Atemwege, die Augen und die Übertragung von Infektionen über Hände und Füße ein.

Am besten holt man sich einen Stuhl, setzt sich hin und zieht die Schuhe aus. Rutschen Sie vorsichtig erst mit einem Fuß und dann mit dem anderen aus. Danach müssen Sicherheitsschuhe angezogen oder die Schuhe mit Kappen abgedeckt werden.

Nun ziehen Sie Einweghandschuhe an und nach dem Aufstehen kann der Anzug mit Hilfe des Reißverschlusses bis zur Hüfte hochgezogen werden.

Nun werden die Arme in den Ärmel gesteckt, ohne die Außenseite des Anzuges zu berühren.

Setzen Sie nun die Atemmaske sowie die Schutzbrille auf und schließen Sie den Anzug. Achten Sie darauf, dass Atemschutzmaske und Schutzbrille bequem und dicht sind.

Schutzanzug ablegen

Stellen Sie sicher, dass sie das kontaminierte Gebiet verlassen haben.
Ziehen Sie den Reißverschluss von oben nach unten und achten Sie darauf, dass Sie die Außenseite des Anzugs nicht berühren.

Treten Sie mit dem ersten und dann mit dem zweiten Bein vorsichtig aus dem Anzug heraus, wobei Sie darauf achten müssen, dass Sie die Außenseite des Anzugs mit keinem Körperteil berühren.

Zuletzt sollten die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, die danach bestenfalls desinfiziert werden sollten.

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